11.03.2011

stringendo-Konzert

Südpunkt Nürnberg

mit Tom Kerstens (Gitarre) Suyeon Kang (Violine) & Stefan Grasse (Gitarre)

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Grußwort des Oberbürgermeisters der Stadt Nürnberg zur 20. Nürnberger Gitarrennacht

Die Nürnberger Gitarrennacht hat Geburtstag.
Herzlichen Glückwunsch dem Initiator, Promoter und Musiker Stefan Grasse, der seit 1995 diese Veranstaltung zu einer unverwechselbaren Marke entwickelt hat.

Die Nürnberger Gitarrennacht steht für Tradition und Moderne, Gegensätze und Gemeinsamkeiten, Herkunft und Zukunft dieses Genres und für spannende musikalische Fragestellungen und thematische rote Fäden. Auch zum 20. Mal dürfen wir uns auf ein Virtuosenfest, bevorzugt für Fans leiserer Töne, freuen. Schon lange zieht die Gitarrennacht auch "fachfremdes" Publikum an und begeistert auch jene für Gitarrenmusik, die nicht durch eigenes Spiel oder andere "Vorbelastung" eine Affinität zu Zupfinstrumenten haben. Stefan Grasses stetig verfeinertes und perfektioniertes Konzept lässt sich auf einen ganz einfachen Nenner bringen: Vielfalt ist hier der größte Trumpf.

„Ladies Night“ heißt die Jubiläumsausgabe. Die erste Geige, besser, die erste Gitarre, spielen Künstlerinnen aus Griechenland, Polen, Kanada und Deutschland. So international die Besetzung ist, so kontrastreich sind auch die musikalischen Farben. Neben Christina Lux, die mit dem polnischen Schlagzeuger und Perkussionist Bodek Janke zusammenspielt, tritt die in Nürnberg bestens bekannte Mezzosopranistin Frances Pappas mit ihrer Gitarrenpoetin Laura Young auf. „Lagrimosa Beltà“ nennen sie ihr bezauberndes, auf  alten Folkmelodien basierendes Programm. Einen klassischen Beitrag zur Jubiläumsnacht steuert aus unserer Partnerstadt Krakau das Cracow Guitar Quartet bei, das sich tradierter Gitarrenliteratur widmet.

Ein dichtes Programm, klug zusammengestellt, international ausgerichtet und über alle musikalischen Grenzen herausragend erwartet die Zuhörerinnen und Zuhörer bei dieser Jubiläums-Gitarrennacht in der Tafelhalle.

Unterschrift
Dr. Ulrich Maly

 

Grußwort
der künstlerischen Leiters Stefan Grasse

20. Nürnberger Gitarrennacht - ein Jubiläum ist immer Anlass zurückzublicken.

Man erinnert sich wieder an die erste Idee, an das erste Konzert. Damals ich rief alle mir wichtigen Gitarristen der Region an, ob sie trotz ungewisser Konditionen an einer Konzertnacht mitwirken würden. So fand am Samstag, den 18. März 1995 die 1. Nürnberger Gitarrennacht statt. Mit von der Partie waren Klaus Jäckle, mein Duo mit Lizzy Aumeier, „Trio Asab“ mit Jürgen Hölzlein und mir, „Der rote Bereich“ mit Frank Möbus und das „Hans Grasser Quartett“. Die Tafelhalle war restlos ausverkauft und Roland Spiegel schrieb in der NZ von einem „geradezu sensationellen Konzert“. Gleich im folgenden Jahr wurde ich für meine Verdienste als Gitarrist und Organisator der Nürnberger Gitarrennächte mit einem Kulturförderpreis, dem sogenannten Nürnberg-Stipendium ausgezeichnet. Über all die Jahre traten viele regionale, nationale und internationale Künstler auf und das Profil änderte sich. Den Schwerpunkt bildet nun ausschließlich die akustische Gitarre mit all ihren Facetten und Spielarten: Fingerstyle, Flamenco, Brazil, Tango, Jazz, Klassik und Worldmusic.
Zwei großartige Künstler sind leider schon verstorben: Robert Wolf, der an zwei Gitarrennächten beteiligt war, bevor er mit „Quadro Nuevo“ so unglaublich erfolgreich wurde, oder der unvergleichliche Hajo Hoffmann, Jazzgeiger, Mandolinen- und Ukelelenvirtuose, der in meinem Ensemble beim Piazzolla-Projekt „Adios Nonino“ mitwirkte.
In den vergangenen 20 Jahren kamen jedoch Gitarristeninnen viel zu kurz, da die Gitarrenwelt nach wie vor stark männerdominiert ist. Daher widmet sich die Jubiläumsausgabe der Gitarrennacht den weiblichen Protagonistinnen dieses Instruments. Ein paar wenige „Quotenmänner“ an Percussion oder weiteren Gitarren werden sicherlich akzeptiert.

Ich wünsche Ihnen ein wunderschönes Konzert,
Ihr Stefan Grasse