12. Nürnberger Gitarrennacht
Samstag, 30. Juni 2007 | 20 Uhr |Katharinenruine Nürnberg
Schirmherrschaft: Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly
Programm
Stefan Grasse Trio
Stefan Grasse (Gitarre), Tobias Kalisch (Kontrabass), Sandor Toth (Percussion),
als Gast: Bettina Ostermeier (Klarinette & Akkordeon)
Jan Hengmith, Flamencogitarre
"Balakumbala"
Viviane de Farias (Gesang) & Mauro Martins (Bassgitarre)
Pressespiegel
Atemberaubendes Spiel bei der Gitarrennacht
Wie viele Finger hat ein Mensch?
… da betritt Jan Hengmith die Bühne. Und was der mit der Gitarre zaubert, das ist wirklich atemberaubend. So feurig seine Fingerfertigkeit, so ungeheuer rhythmisch sein begleitendes Klopfen auf dem Gitarrenkorpus (hat der Mensch wirklich nur fünf Finger pro Hand?), so hanseatisch kühl und gelassen bleibt seine Zwischenmoderation.
… das Duo „Balakumbala“ … versucht erst gar nicht, Gitarrengefrickel gegen Gitarrengefrickel aufzufahren. Statt dessen grollt und grummelt Mauro Martins Elektrobass bisweilen hart an der Grenze zum Infraschall. Auf dieser Grundlage erhebt Viviane de Farias ihre Stimme. Und der Zuhörer hat den Eindruck, dass sie weniger singt, als dass sie ihre Stimme gebraucht wie ein Instrument. Da wird gelautmalt, gehaucht, im Staccato gehäckselt und lang ausgesungen. Was macht es da, dass man kaum ein Wort versteht? Nichts, man errät den Inhalt auch so.
(Reinhard Kalb, Nürnberger Zeitung 02.07.2007)
Saitenzauber und fauchende Raubkatzen
Da war zum einen natürlich Stefan Grasse, der Organisator des etablierten Festivals der leisen Töne, der mit seinem routiniert schmeichelnden Spiel einen Hauch von Leichtigkeit in den lauen Sommerabend bringen wollte. … Erst als die Tango- und Flamenco-Variationen von Bettina Ostermeier am Akkordeon und an der Klarinette begleitet wurden, konnte man vollends die Bodenhaftung verlieren.
Beim kurzfristig eingesprungenen brasilianischen Duo „Balakumbala“ nahm eine sachte begleitende Bassgitarre die Stelle der virtuosen Gitarrenkünstler ein. Im Mittelpunkt stand die Stimme von Viviane de Farias, die mal keuchend und fauchend, mal wild schnatternd oder sich in langgezogenen Stammesgesängen ergehend, die stimmgewaltige Raubkatze gab.
(Martin Müller, Nürnberger Nachrichten 02.07.2007)
In Kooperation mit der Tafelhalle Nürnberg und dem Festival st. katharina open-air.

