11. Nürnberger Gitarrennacht
Freitag, 14. Juli 2006 | 20 Uhr |Katharinenruine Nürnberg
Schirmherrschaft: Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly
Programm
Tom Kersten (19th Century and modern guitars) mit Werken von Brouwer, Granados, Tárrega & Piazzolla
Stefan Grasse Trio
Tango nuevo & Bossa nova- Eine Hommage an Astor Piazzolla Stefan Grasse - Gitarre, Tobias Kalisch - Kontrabass, Sandor Toth - Percussion
Michio Flamenco Trio - flamenco nuevo
Michio - Gitarre, Tom Auffarth - E-Bass, Jan Zimmermann - Percussion
Pressespiegel
"Netzwerk mit Herz und Virtuosen
Kunst & Entertainment: Stefan Grasses 11. Nürnberger Gitarrennacht Ein Strategie-Coup mit Weitblick ist Stefan Grasse mit der Verpflichtung des erstaunlichen holländischen Gitarristen Tom Kerstens für seine 11.
Gitarrennacht in der randvollen Nürnberger Katharinenruine gelungen.
Der Wahl-Engländer Kerstens … sitzt im Netzwerk der avancierten Gitarren-Szene an prominenter Stelle. Grasse nahm Kerstens mit dem richtigen dramatischen Gespür in die Mitte seines Programms: Wohl wissend, dass sich der filigrane Engländer mit seinem verspielt-artistischen Spiel im Gleitflug zwischen klassischer Tradition und folkigen Gitarren-Sprachen … allzu bequemen Entertainment-Ansprüchen nicht fügt.
Für den stimmungsvollen Auftakt des Abends sorgte Grasse selbst.
Souverän jonglierte er mit seinem gut eingespielten Trio … mit Perlen aus dem Tango Nuevo & Bossa Nova-Songbook.
Nach der Pause schmeichelte Jung-Flamenco-Gitarrist Michio Woigardt … mit untypisch fließendem Spiel die Herzen der sentimentalen Flamenco-Gemeinde genauso wie der Fraktion der Gitarren-Virtuosen im Publikum.
Stefan Grasse ist der Spagat zwischen Kunst und Entertainment erneut gelungen:"
(Die Abendzeitung)
"Träume vom Mittelmeer
Das Eröffnungsstück über eine afro-brasilianische Gottheit versprühte leichtfüßigen Bossa-Nova-Charme, danach folgte eine zum lauen Nürnberger Sommerabend passende musikalische Referenz an den "Sommer in Buenos Aires". Die von Stefan Grasse initiierte "Nürnberger Gitarrennacht" ging … in die 11. Runde und die dicht gefüllte Katharinenruine bewies, dass sich die Konzertreihe schon längst zum Publikumsmagnet entwickelt hat.
Die Rolle des musikalischen Einheizers übernahm Grasse selbst, kongenial unterstützt von Sandor Toth am Schlagzeug und Tobias Kalisch am Kontrabass. … besonders unter die Haut ging Piazzollas melancholisches "Adios Noniño", ein Paradebeispiel für den Tango, der als "trauriger Gedanke, den man tanzen kann" gilt.
Das zweite Trio des Abends bot mediterranen Gitarrensound mit exotischen Einschlag, der Flamenco-Puristen, Jazz-Liebhaber sowie Weltmusik-Anhänger zufrieden stellte.
Ein gewagtes Crossover, doch die sanften Melodien der aktuellen CD "Zambúllete" erreichten Hirn und Herz der Zuhörer und kitschige Esoterikklippen wurden von Michio großräumig umfahren."
(Thomas Susemihl, Nürnberger Zeitung)
In Kooperation mit der Tafelhalle Nürnberg und dem Festival st. katharina open-air.

